Über 550 Zuschauer und ein Grün Weisses Happy End

Es war das lang ersehnte „Spiel des Jahres“ und als dieses kann man dies ruhig bezeichnen den was die über 550 Zuschauer in Döschwitz miterleben durften war ein echtes Highlight mit einem Grün Weissen Happy End. Das Drehbuch hätte man für den Abend nicht besser schreiben können.

Bundesligafeeling in Döschwitz das gab es so noch nicht, Einlaufmusik zu den Toten Hosen „An Tagen wie diesen“, Einlaufkinder an jeder Hand der Spielerinnen das war eine echte Gänsehautstimmung. In diesem Rahmen wurde noch Sandy Wieruch vor dem Spiel geehrt durch Lotahr Pietsch (Vorsitzender Spielausschuss KFV Burgenland) die mit 61 Treffern in der letzten Saison beste Torschützin für Ihren Verein TSV Großkorbetha in der Kreisliga war.
Kaum einer hätte wohl erwartet das man den Gästen aus Leipzig Paroli bieten könnte aber was die noch junge Burgenlandauswahl zeigte war aller Ehren wert und verdient Respekt. Die in vier Trainingseinheiten zusammengestellte Auswahlmannschaft um die Trainer Falk Graul (1. FC Zeitz), René Pertzel (VFB Nessa), Silvio Lippert (VFB Nessa), Sebastian Krohne (1. FC Zeitz) und der Physiotherapeutin Jessica Meffert (HBL Miltitz) sowie Mannschaftsleiter Matthias Matz (SG Döschwitz) zeigten in allen Belangen Professionalität und stellten die Mannschaft bestens auf das Spiel ein.

So äußerte sich auch der Bundesligist Lok Leipzig und war schon vor dem Spiel etwas beeindruckt was der kleine Verein im Süden Sachsen-Anhalts auf die Beine gestellt hatte.

Der Favorit stellte sich auch als dieser heraus und zeigte früh guten Kombinationsfussball aber es dauerte bis zur 17 Minute bis das erste Tor der Partie viel. Die Burgenländer waren aber nicht nur in der Verteidigung, Maxi Bose und Jaqueline Behnke hatten kleine Chancen konnten diese aber im ersten Durchgang nicht nutzen in dem die Gäste aus Leipzig mit 5:0 führten.

In der Halbzeit gönnten sich die vielen Frauenfussballfans einen kleinen Snack, hier zeigte die SG Grün Weiss Döschwitz das man bestens Vorbereitet war auf viele Zuschauer. Gegrilltes vom Rost und kühles vom Fass sowie Kaffee und Kuchen waren angerichtet und fanden reisenden Absatz.

Nach dem Seitenwechsel erwarteten die Anhänger der jeweiligen in der Auswahlmannschaft vertretenen Vereine auf den einen Ehrentreffer und sie sollten nicht enttäuscht werden. In der 55. Minute hat Christine Hergeth (RSK Freyburg) die große Chance auf den ersten Treffer der Auswahlmannschaft, alleine vor dem Tor scheitert sie an den eigenen Nerven. Den Gästen gelingt nur wenig später das 0:6.

In der 60. Minute kommt Ulrike Nitschmann von den Grün Weissen ins Spiel und nur 3 Minuten kommt der Große Moment. Leipzig lässt es in der Abwehr etwas locker angehen Nistchmann erkennt die Zeichen der Zeit und erobert sich den Ball und sieht die weit vor dem Tor stehende Leipziger Torfrau. Der resultierende Fernschuss führte zum tosenden Jubel auf dem Döschwitzer Sportplatz und dem verdienten Ehrentreffer für die Auswahlmannschaft die sich alle nach dem Tor in den Armen lagen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung schon schrieb, „Ein Tor für die Ewigkeit“.

Die weiteren drei Treffer durch den Bundesligisten Lok Leipzig waren nun nur noch Formsache den das Ziel war erreicht, ein Tor im ersten Spiel. Nach dem Abpfiff war auch Mannschaftsleiter Frank Tresp (Lok Leipzig) sichtlich überrascht was hier auf geboten wurde auch der Kampfgeist der Auswahlmannschaft lobte er die sich nie aufgaben auch wenn der Gegner eins zwei Nummern zu groß war. „Die Mannschaft hat potenzial“ so Tresp.

Nach dem denkwürdigen Spiel schwärmten einige noch lange von dem Spiel und feierten noch mit Familie und Bekannten bis in den Abend. Die SG Grün Weiss Döschwitz bedankt sich bei allen Helfern ohne die dieses Event nicht möglich wäre, besonders bei der Döschwitzer Feuerwehr ohne die wohl ein Chaos auf dem Parkplatz und am Einlass entstanden wäre. So ging aber alles bestens über die Bühne. Die Döschwitzer Frauenmannschaft bereitete schon im Vorfeld alles bestens vor und kann stolz auf das Großereignis sein was auch in die Geschichtsbücher der Grün Weissen eingehen wird. Vielleicht kommt wieder einmal solch ein Spiel zustande, wir wären bereit.

Vielen Dank auch an die Auswahlmannschaft die sich der Großen Aufgabe stellte auch wenn es nicht Sri Lanka war, war es doch ein denkwürdiger Freitagabend den, und das hoffen wir, jeden Spaß gemacht hat. Dank auch an Lok Leipzig die dies so kurzfristig möglich machten, ihr wart ein sehr sympathischer Gegner.

 

Bilder vom Spiel;

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