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30. August 2026Niederlage in Großgörschen – am Ende blieb mehr als nur das Ergebnis hängen
30. August 2026

Niederlage in Großgörschen – am Ende blieb mehr als nur das Ergebnis hängen
Für unsere Frauen der SG Grün-Weiß Döschwitz ging es heute auswärts nach Großgörschen. Personell und auf einigen Positionen etwas verändert, durfte man gespannt sein, wie unsere Grün-Weißen in die Partie finden würden.
Und was wir zunächst sahen, sah alles andere als schlecht aus. Im Gegenteil: Die ersten guten Möglichkeiten der Partie gehörten Döschwitz. Unsere Frauen waren präsent, spielten mutig nach vorn und zeigten, dass sie an diesem Tag keineswegs nur zum Verteidigen angereist waren.
Mit zunehmender Spielzeit kamen dann auch die Gastgeberinnen besser in die Begegnung. Beim 1:0 war schließlich eine ordentliche Portion Glück auf der einen und Pech auf der anderen Seite dabei. Der Ball drehte sich unglücklich um unsere Torfrau Nicole herum und landete im Netz.
Danach entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Partie – zumindest zwischen den beiden Mannschaften.
Denn zusätzlich gab es zunehmend Entscheidungen, die auf und neben dem Platz für Fragezeichen sorgten. Besonders kreativ wurde es bei einer vermeintlichen Drei-Sekunden-Regel beim Abschlag, aus der plötzlich eine Ecke für Großgörschen entstand. Wieder etwas gelernt. Immerhin verteidigten unsere Frauen die anschließende Ecke erfolgreich.
Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeit und für uns war klar: Hier ist noch überhaupt nichts entschieden.
Dementsprechend kamen die Grün-Weißen aus der Pause und suchten sofort wieder den Weg nach vorn. Doch mitten in unsere Bemühungen hinein setzte Großgörschen einen Konter und erhöhte auf 2:0.
Auch danach steckten unsere Frauen den Kopf nicht in den Sand. Fußballerisch war weiterhin etwas möglich und auch der Rasenplatz in Großgörschen bot dafür wirklich gute Voraussetzungen.
Weniger erfreulich war aus unserer Sicht dagegen die Linie des Unparteiischen. Mal wurde ein Zweikampf laufen gelassen, mal nicht. Hier war etwas ein Foul, dort eine vergleichbare Situation plötzlich keines. Irgendwann hatte man das Gefühl, dass der Kampf mit den Entscheidungen fast mehr Kraft kostete als der eigentliche Kampf gegen den Gegner.
Der traurige Höhepunkt folgte in der Schlussphase. Nach unserer Wahrnehmung kam es zu einem Schlag ins Gesicht einer Döschwitzer Spielerin. Eine entsprechend deutliche Bestrafung blieb jedoch aus. Wer seinen Unmut darüber äußerte, musste dagegen feststellen, dass Reaktionen offenbar schneller sanktioniert werden konnten als die vorausgegangene Aktion.
Das darf und muss man aus unserer Sicht auch einmal deutlich ansprechen.
Und bevor der falsche Eindruck entsteht: Wir behaupten nicht, dass wir dieses Spiel wegen des Schiedsrichters verloren haben. Großgörschen hat seine Tore gemacht, wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt – das gehört zur Wahrheit genauso dazu. Aber eine uneinheitliche Spielleitung macht eine ohnehin schwierige Auswärtspartie nicht gerade einfacher.
Unsere Frauen können sich trotz der Niederlage vor allem an der gezeigten Leistung festhalten. Gerade die Anfangsphase hat gezeigt, dass wir uns Chancen erarbeiten und mit dem Gegner mithalten können. Auch nach dem 0:2 wurde weitergekämpft und nicht aufgegeben.
Niederlagen gehören zum Fußball. Kritik übrigens auch.
Wir nehmen das Ergebnis mit, arbeiten weiter und konzentrieren uns auf das nächste Spiel. Denn eines bleibt sicher:
Wo Grün-Weiß draufsteht, wird auch Grün-Weiß gekämpft.

