Döschwitz muss Braunkohle weichen

APRIL  –  APRIL  –  WER ES NOCH GLAUBT SELBER SCHULD

Nun ist das eingetreten, was die Mibrag schon im letzten Jahr andeutete und worüber die SG Grün Weiss Döschwitz nun informiert wurde. Die Nachfrage nach Kohle ist besonders in den letzten Tagen wieder gestiegen, und da unter anderem auch Döschwitz im Braunkohlegebiet liegt, ist es nicht verwunderlich, dass im Bereich Döschwitz Kohle gefunden wurde.

 

 

Die Vermesser, die gestern in Döschwitz gemeinsam mit dem Bohrtrupp auf dem Döschwitzer Sportplatz Proben entnahmen, brauchten noch nicht einmal tief zu bohren, um auf Kohle zu treffen.

 

 

Was das für die Gemeinde und die SG Döschwitz bedeutet, dürfte jedem klar sein. Man braucht ja nicht weit zusehen: nach Großgrimma! Doch was bedeutet das im Besonderen für die Grün-Weißen? Da ja Bohrungen vorgenommen wurden, ist erst einmal an einen normalen Spielbetrieb nicht zu denken.

 

 

Helmut Ruppert, Vereinspräsident: “Wir wurden schon im letzten August informiert, aber wussten nicht, dass dies so schnell geht. Möglicher Auslöser für das Drängen der Mibrag ist wahrscheinlich auch die Japankrise. Die Spiele am Wochenende werden zunächst in Kretzschau und Grana ausgetragen, an Training ist momentan nicht zu denken. Von Seiten der Mibrag wird die Gemeinde und auch die SG Döschwitz Unterstützung oder in diesem Fall Entschädigung erhalten.“

 

 

Kurt Engler, Pressesprecher Mibrag: “Es gibt schon Pläne für die Umsiedlung der Sportgemeinschaft. So wird die SG Döschwitz eine neue Sportanlage inkl. Traningsgelände plus Kunstrasenplatz in Kirchsteitz erhalten. Möglicher neuer Wohnort der Grün-Weißen wird auf Höhe der Plantage sein.“

 

 

Irgendwie hätten wir uns aber ein wenig mehr Zeit erhofft und alles nicht so von Knall auf Fall. Schon zum Training der Frauen am Mittwoch waren Mitarbeiter der Mibrag vor Ort. Geplant ist das Abtragen des Geländes von der Jugendherberge bis hin zur B180. Das würde das ganze Gelände der SG Döschwitz betreffen.

 

 

Für die Kegler wird eine neue Vierbahnanlage in Hollsteitz geplant, auch der Umzug nach Kretzschau ist im Gespräch. Da eigentlich für dieses Jahr eine Renovierung der Anlage geplant war, braucht dies nun nicht mehr investiert werden.

 

 

Berthold Schuft: “So schlimm dies für die SG Döschwitz zum jetzigen Zeitpunkt ist, aber die Gelder, die für die Aufgabe des Geländes fließen werden, sind nicht unwichtig und können sehr gut in den Neuaufbau fließen und werden sorgfältig geplant.“

 

 

70 Jahre war das Gelände an der B180 das Zuhause der SG Döschwitz, und schon in den nächsten Monaten wird hier zum letzten Mal gespielt werden. Dafür muss der Platz aber erst einmal behelfsmäßig wiederhergestellt werden.

 

 

Liebe Sportfreunde der SG Döschwitz, sehen wir das alles mit einem weinenden und einem lachenden Auge! Es wird auch Skeptiker geben, aber verhindern können diese das Vorhaben auch nicht. Hier geht das Geld über Tradition. Vielleicht ist ja ein Vereinsbus drin.

 

 

[nggallery id=423]

Schreibe einen Kommentar