Pfingsten 22 – Alte Männer, Junge Stars, Schwalben und Maien

Pfingsten 22 – Alte Männer, Junge Stars, Schwalben und Maien

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Wenn alte Knie wieder beweglich werden, wenn Kinderaugen strahlen und vor Glück weinen, wenn „Schwalben“ ganz tief fliegen und zum Höhenflug ansetzen, wenn die Pfingstburschen durch die Straßen ziehen und die Liebesmaien verteilt werden, dann…. ja dann muss einfach Pfingsten in Döschwitz sein.

Traditionsspiel der SG Döschwitz.
Nach der ungewollten zweijährigen Zwangspause ging es endlich wieder rund in Döschwitz und da kann auch kein Fest auf Burg oder Festung mithalten, denn wir sind Grün-Weiß, wir feiern Grün-Weiß wir haben Grün-Weißen Spaß und ja wir fühlen, lieben und leben das auch.

Los ging es am Freitag, mit dem Traditionsspiel der Grün-Weißen, in das wilde Wochenende. Zu Gast war die Droyßiger SG, die am Ende auch als Sieger vom Platz ging, aber das war an diesen Tag sowieso Nebensache. Die SG Döschwitz rief zum Traditionsspiel und viele Ehemalige folgten diesen Aufruf, so viele, dass man am Ende sogar fast zwei Mannschaften hätte stellen können. Von den Jahrgängen 60 bis 90 waren viele Spieler vertreten aus der damaligen 1. Mannschaft, aber auch Spieler der 2. Mannschaft aus den 2006er und 2010er Jahren.

Es war ein großer Spaß für Jung und Alt und der eine oder andere musste auch so manche Träne verdrücken. Klar ohne Training, aber mit umso mehr Spaß waren alle dabei. Zu den Spielern, die am Freitag sich die Schuhe geschnürten, gesellten sich noch zwei Hände voll Ehemalige, die sich unter die doch knapp 200 Zuschauer gemischt hatten.

Strahlende Augen, von Kindern und auch gestandenen Männer sahen zwei wunderschöne Grün Weiße Tore. Das Wechseln kontingent wurde mehr als ausgereizt, was anhand des einen oder anderen Pfündchen zu viel, was sich im Laufe der vergangenen vielen Jahre angesammelt wurde, nötig war. Natürlich war auch das Alter des einen oder anderen Döschwitzer Kickers nicht von der Hand zu weisen. Am Ende bleibt ein Spiel in den Köpfen, was es öfters geben sollte und auch geben muss, das war die mehrheitliche Meinung.

Hier geht jetzt schon mal ein großes Dankeschön an alle Organisatoren, Mitstreiter, Fans und Sponsoren, die das möglich gemacht hatten und 2023 wird es das so wieder geben. Wir hoffen schon jetzt wieder auf eine rege Beteiligung, aber wir glauben, das versteht sich wie von selbst.

Maiensetzen
Viele die am Freitag-Abend noch an den Ball getreten hatten mussten am Sonnabend früh wieder raus, den es galt die Maien in den Ortsteilen Gladitz, Hollsteitz, Kirchsteitz und Döschwitz zusetzen.
Pünktlich 9:30Uhr setzten sich zwei Traktoren in Bewegung. Der eine voller Maibäume und der andere mit lauter Musik sowie eine Menge Pfingstburschen und Pfingstmädchen, so will es die jahrelange Tradition der SG Döschwitz. Alles geht auf die Tradition zurück, dass früher die Maien „Liebesmaien waren“ und vor das Haus gestellt wurden, wo Junggesellen und Junggesellinnen wohnten. Gestartet wird immer in Döschwitz, dann geht’s über Gladitz nach Hollsteitz, weiter nach Kirchsteitz um dann wieder in Döschwitz die letzten Maien aufzustellen. Das ganze dauert in der Regel 5 bis 6 Stunden je nach Wetter und Durchhaltevermögen jedes Einzelnen. Trinkfest sollte man immer sein, den an jeder Tür gibt es hin und wieder ein kleines Gespräch mit Leckereien in fester aber auch flüssiger Form.

Am Ende konnte die SG Döschwitz hier auch wieder einen Erfolg verbuchen und bedankt sich bei den fleißigen Helfern an jeder Front. Auf dem Hänger, zu Fuß oder auf dem Traktor wurde alles gegeben und auch an jeder Haustür wo wir uns besonders bedanken. Schön, dass wir durch Euch die Tradition weiter am Leben erhalten können.

Pfingstsonntag
Noch vor der Coronazeit hatten wir die Idee die Jugendabteilung der SG Döschwitz wieder ins Leben zu rufen, was aber ins Stocken geraten ist durch die Umstände, die keiner wollte. Im letzten Jahr haben wir dies wieder forciert und schnell eine Menge Kids und Eltern gefunden, die sich uns angeschlossen haben. So trainieren aktuell mehr als 30 Kinder unter Grün-Weißer Flagge, dass wir dann auch wieder den „Holger Stauch Allianz-Pfings-Cup“ wieder beleben war eine logische Konsequenz.

Bambinis
Mit den neuen Trikots der Minis, gesponsort vom „Hotel Elsterblick“ in Tröglitz, ging es in ein Spiel, was vom Seitenrand von knapp 150 Zuschauern begeistert verfolgt wurde. Erbittert wurde um jeden Ball gekämpft und jeder Angriff wurde von draußen angefeuert. Am Ende siegte die Erfahrung, die die Grün-Weißen Minis noch etwas brauchen. Die Döschwitz Bambinis konnten aber immerhin ein Tor verbuchen.
Ganz standesgemäß und für diesen Mut und Kampfgeist angemessen wurden alle Kinder nach dem Spiel mit einer Medaille und Pokal gehrt, dazu gab es noch Verpflegung der süßen Art sowie eine Obst-Bar die besten Besucht war. Da konnte und hat sich auch niemand beschwert, für die Kinder geben wir alles. Die vielen lobenden Worte, tun uns sehr gut, so wissen wir, dass vieles richtig macht zuhaben.

E-Jugend
Nach dem Bambinis gab es einen kleinen E-Jugend vergleich mit Döschwitz, Kretzschau/Droyßig und Eintracht Theißen. Auch hier sollte sich das quetschen mehr an Erfahrung durchsetzen. Kretzschau/Droyßig gewann den kleinen Vergleich vor Eintracht Theißen und den Grün-Weißen Minis, die auch hier nicht Torlos vom Platz gingen.

Schon spielerisch besser zeigten sich die Döschwitzer E-Jugend, die in den letzten 6 Monaten deutlich zugelegt hatten in zahlreichen Trainingseinheiten, die in übrigen immer mittwochs stattfinden, wer Interesse haben sollte, sein Kind bei uns vorbeizubringen. Wie schon bei den Bambinis gab es wieder etwas zum Umhängen und stolz in die Luft heben, zudem Spielzeug und jede Menge Kohlehydrate in zahlreicher Form.

Ortsturnier
Beim letzten Spiel der Kinder versammelten sich schon zahlreiche Akteure rund um das Mannschaftsheim der SG Döschwitz, den der Start zum Ortsturnier stand kurz bevor. Nach nur zwei Jahren Pause hat sich etwas an der Durchführung geändert, was das ganze aber alles andere aber nicht uninteressant gemacht hat. Mit den Teams aus Kretszchau, Kirchsteitz-Hollsteitz, Gladitz und natürlich aus Döschwitz bestritten vier Teams die Begegnungen jeder gegen Jeden.

In den ersten vier Spielen sahen die zahlreichen Zuschauer und Unterstützer sehr interessante Begegnungen und vor allen Tore. Jedoch konnte sich keine der Teams direkt durchsetzen sodass es nach 4 Spielen alle Teams Punkt und Torgleich waren. Es hieß jeweils 1:1 nach zweimal 15min.

Die letzten beiden ausgetragenen Begegnungen sollten den Sieger zum Vorschein bringen. In der vorletzten Partie traf Kretzschau auf Gladitz. Die Favoriten auf den Titel taten sich erst schwer, gewannen aber am Ende mit 2:0 und legten ganz gut vor. Im Spiel Döschwitz gegen Kirch-Holl-Steitz ging es dann um alles, alles war noch drin, von 1 bis 4 jedes Tor kann entscheiden.

Die Schwalben gingen mit 0:1 in Führung und legten mit dem 0:2 Nach, somit erst einmal gleichstand mit Kretzschau und ein geteilter erster Platz, aber die Döschwitz wollten noch ein Wörtchen mitreden und verkürzten auf 1:2. Das KO für die Döschwitz und der Erfolg für die Spielgemeinschaft Kirch-Holl-Steitz fällt 5min. vor dem Ende. Döschwitz nochmal mit den letzten Atemzügen, aber es blieb beim 1:3 und somit das knapste Ergebnis bei einem Ortsturnier seit Jahren. Punkt und Torgleich stehen die Schwalben auf dem 1. Platz aber mit dem einen Tor mehr als Kretzschau auf den 2. Platz. gefolgt von Gladitz und Döschwitz bei punktgleich.

Am Ende sind alle die Gewinner, beim „Pokal der Bürgermeisterin 2022“. Nach so einer langen Pause alles wieder so glücklich und emotional zusehen, mit Spaß für Groß und Klein ohne Abstand und irgendwelchen Regeln, das war wieder Pfingsten in Döschwitz.

Ein großer Dank geht an alle Helfer, die von früh bis spät alles gegeben haben, damit alle gut verpflegt wurden, niemand durstig nach Hause gehen musste oder vor langer Weile in der Ecke saß. Wir sagen Danke an die vielen Unterstützer und Sponsoren, die uns unterstützt haben, besonders danken wir Metallbau Kriegel, Holger Stauch Allianz Generalvertretung, dem Körner Hof in Kirchsteitz, der Freiwilligen Feuerwehr Döschwitz, MWE Schmidl, der Gemeinde Kretzschau und Bürgermeisterin Annemone Just. Wir danken den Schiedsrichtern, die erst bei den Alten Herren, den Kindern und später das Ortsturnier geleitet haben.

Es wurden all unsere Erwartungen übertroffen, in jeder Hinsicht. Ihr wart richtig durstig und hungrig und jeder war zufrieden, es war uns eine Ehre, kommt alle gern wieder im nächsten Jahr wir sind wieder bereit.

Regionalklasse 4 FSA – Frauen